Nein, ich will nicht maulen.
Zumindest nicht besonders viel.
Dieses Jahr habe ich mich schon moralisch im Juni darauf eingestellt, dass bald der Juli und damit die Regenzeit beginnt.
Eben pünktlich zum kalendarischen Sommeranfang.
Es war ja die letzten Jahre schon so, dass Juli und August Regenmonate gewesen sind. Selbst die Betreiber des hiesigen Freibades hatten mir letztes Jahr schon berichtet, dass sie wesentlich weniger Sonnentage = geöffnet hatten.
Und wenn DIE es nicht wissen, wer dann?
Also: was tun? Das Beste aus der Situation machen.
Zuerst einmal wäre eine Namensänderung erforderlich.
Das Wort *Sommer* beinhaltet so viel Hoffnung auf warme, bzw. trockene Tage, das kann ja nur nach hinten losgehen und enttäuschen.
Also wäre mein Vorschlag Regenzeit oder 2-Monats-Monsun.
Die Sommerferien müßten natürlich in einen anderen Zeitraum gesetzt werden - wer will schon bei Dauerregen Kinder für 6 Wochen zu Hause haben?
Und für die Tourismus-Branche stellen sich ganz neue Märkte. Anstatt das Hochwasser zu bekämpfen sollte man Barrieren bauen, damit es nicht abfliesst und im Stil Venedigs auf Bootsfahrten und die Romantik im Wasser stehender Häuser setzen.
Zudem profitieren noch ganz andere Branchen davon.
Anstatt Sommerschlussverkauf werden Regen-Party-Verkäufe gestartet. Ich sehe schon eine blühende Erweiterung des Sortiments von Gummistiefeln, Friesennerzen und Regenschirmen vor mir.
Eventuell sollte man noch eine Bunt-Pflicht und ein schlechte-Laune-Verbot einführen.
Es wäre doch eine Herausforderung für jede Politesse einem Griesgram ein Knöllchen zu geben.
Ach ja - und die Kosmetikbranche könnte spezielle Wachs-Cremes mit abperlendem Effekt herausbringen.
Zumindest habe ich jetzt noch einen Grund ein paar Schuhe Gummistiefel und beschichtete Stoffe mehr zu kaufen...
Lasst euch nicht die Laune verderben - und ein schöne Wochenende ;0)