Mittwoch, 26. Mai 2010

Wie kann es sein...


...das an so grundsätzlichen Sachen wie der Sicherheit in Kindergärten gespart wird?

Gestern sind 13 Kinder und zwei Betreuerinnen nicht aus dem Kindergarten des Spunks herausgekommen, weil sich die einzige Ausgangstür verkeilt hatte. 
Es ist ein altes Holzgebäude mit einem Aus-/Eingang, die Räume sind im ersten Stock. Ich mag garnicht dran denken, was in einem Brandfall passieren würde. Seit Jahren gibt es erfolglose Versuche, eine Feuertreppe zu beantragen. 

Gefühlsmäßig würde ich sagen, daß der kleine bayrische Kurort hier nicht zu den ärmeren Gemeinden gehört. 
Warum wird an so etwas gespart??? 
Geht so etwas nicht gegen die Brandschutzbestimmungen??? 

Kennt sich jemand aus - ich möchte auch nochmal einen Brief an die Stadt schreiben.

Kommentare:

Sandra hat gesagt…

Oh ja, das geht gegen die Brandschutzbestimmungen und die sind eigentlich sehr, sehr eng gefasst. Allerdings muss da beim Brandschutzamt auch jemand sitzen, der die Courage hat, was zu unternehmen, denn viel zu oft werden da alle Augen zugedrückt, denn die Einhaltung der Brandschutzbestimmungen hiesse bei ganz vielen Gebäuden enorme Kostenaufwendungen, teilweise sind Gebäude sogar gänzlich ungeeignet. Da die meisten Gemeinde aber die Kiga-Plätze brauchen, sitzt immer jemand irgendwo, der das ganze unter den Teppich kehrt. Hier in der Gegend gibt es auch solch einen Kindergarten, der KEINERLEI Brandschutzvorgaben erfüllt und es handelt sich dort um einen NEUBAU! Das Amt für Brandschutz sagt, der Kiga dürfe so nicht betrieben werden, allerdings darfst Du jetzt mal raten, wer einen riesigen Druck ausübt...das zuständige Jugendamt und zwar mit der Begründung, wenn man alles so genau nehmen würde, dann müssten etliche Kiga´s im Umkreis ganz geschlossen werden...
Soviel zum Thema Sicherheit der Kinder.
Im hiesigen Fall betrifft es nicht unseren Kiga, der hat nun wirklich massenweise Türen als Fluchtmöglichkeit, aber trotzdem finde ich das eine riesige Sauerei, denn wenn mal etwas passiert kann das tödlich enden.
Mein Tipp: Offizielle Anzeige bei der Stelle für Brandschutz einlegen und zur Einhaltung der Brandschutzbestimmungen auffordern, möglichst mit vielen Unterschriften der Eltern. Sollt daraufhin keine Reaktion erfolgen, Dienstaufsichtsbeschwerde einlegen (wer bei Euch die übergeordnete Stelle ist, müsstest Du erfragen) und zeitgleich die ortsansässigen Rundfunksänder und Lokalzeitungen informieren. Also kurzum DRUCK machen, sonst passiert da nichts!

Ganz viel Erfolg, Sandra

hyggelig hat gesagt…

Ich meine es sollte bei der Gemeinde/Stadt jemanden geben der sich "Sicherheitsbeauftragter" oder so ähnlich schimpft.

ABSOLUT geht DAS gegen die Brandschutzordnung..zumindest hier in niedersachsen...
schau mal nach Eurer Brandschutzverordnung bzw. Bauordnung in Zusammenhang mit öffentlichen Gebäuden im Internet nach.. vielleicht findest du etwas..
lieben gruß
stephi, die so etwas auch anstreben würde.

Karina hat gesagt…

Hi Anja!
Das würde mich auch entsetzen. EinBrief an die Stadt und an den Träger des Kigas (oder ist das auch die Stadt?) ist bestimmt eine gute Idee. Vielleicht kann auch ein Leserbrief in einer örtlichen Zeitung etwas bewirken oder zumindest noch mehr Eltern wachrütteln.
Viel Erfolg und liebe Grüße!
Karina

Kai Anja hat gesagt…

Boah Hilfe, da gruselt es mich. Holzhaus und KEINE Feuertreppe? Also ich dachte bis jetzt, dass ein Notausgang Pflicht ist.

Leider kenne ich mich rechtlich damit nicht aus, aber ich denke, dass du Recht hast.
In NRW, zumindest hier in unserer Stadt, da gibt es sowas an jeder öffentlichen Einrichtung.
Unsere alte Schule hat Feuertreppen bekommen, da war ich noch dort. Die Kita der Kurzen hat eine Notrutsche bekommen. Die ist cool, wie so eine Wasserrutsche, nur dass sie am Haus angebracht ist. ;)

Ich würde auch ohne rechtlichen Hintergrund einen Beschwerdebrief an die Stadt schreiben, das geht echt gar nicht.

Viel Erfolg!

lg,

Kai Anja

schlotterlotte hat gesagt…

kenne mich nicht im speziellen damit aus, aber mein logischer menschenverstand sagt mir das ein öffentliches gebäude einen notausgang braucht! und wenn es kein anderes treppenhaus gibt muss logischerweise eine feuertreppe hin. oder gibts da irgendeine bestimmung die sagt sowas dürfte nicht dahhion weil kleine kinder? dann muss aber wiederrum ein anderer ausgang geschaffen werden!
denk ich jetzt mal so :/
lg die kerstin

NettiS hat gesagt…

Also da hört doch die Freundschaft auf. Bei uns wäre so ein Kindergarten schon geschlossen worden. Ich arbeite selbst bei der Stadt und wir haben bei allen Kindereinrichtungen Fluchtwege wegen der Brandschutzverordnung schaffen müssen. Auch in zeiten klammer Kassen. Aber die Sicherheit geht nun mal vor.
Lg Annett

Aprikaner hat gesagt…

Wie grusselig..
in unserem neuen Kinderladen gab es einen fürchterlichen Hickhack weil der Notausgang und die Nottreppe irgendwie nicht richtig lagen...also gehe ich davon aus das es einen geben muß...ich würde sagen zuständig ist da das Bauamt? Ordnungsamt zur Not?
Ich hoffe du findest einen zuständigen!
LG Anja

Kiki Tomato hat gesagt…

Hallo Anja,

das hört sich nicht gut an. Man hat manchmal das GEfühl, es muß erst etwas passieren, bevor gehandelt werden kann.
Bei uns ist es immer ganz gut, sich an die Feuerwehr zu wenden. Dort gibt es Verantwortliche (wie schon genannt: Brandschutzverordnete).
Die sind keinem Amt unterstellt außer der Feuerwehr, und die dürfte keine finanziellen Seiten vertreten.

Ich hoffe, Ihr kommt damit weiter.
Liebe Grüße
Kristina

Ninanuc hat gesagt…

Hallo Anja, es ist "Gesetzlich Vorgeschrieben " es muß immer ein Notausgang geben.

LG
Anke

kleiner Himmel hat gesagt…

Ohje - da muss man hartnäckig sein und Briefe schreiben und telefonieren ohne Ende - ich war lange genug im Elternrat, um mich mit einigen Städtern bekannt zu machen - erste Anlaufstelle - Rathaus - solange telefonieren bis man den richtigen an der Strippe hat, zusätzliche Brief und Elternunterschriften - bei uns ist ein sogenanntes Gebäudemanagement für solche Sachen zuständig - die zusätzlich informieren und Druck machen - außerdem die Feuerwehrbeauftragten informieren - die gibt es für alle öffentlich Gebäude - damit hast du mindestens drei Anlaufstellen!!!
Zur Not ab ins Bürgerfernsehen - wir haben auch schon mal gerne Zeitung und WDR eingeschaltet - allerdings muss man beim TV immer aufpassen was man sagt, die drehen solche Geschichten auch mal gerne in eine Richtung, die absurd ist! Am besten
jemanden Suchen, der einen Draht zum Fernsehen hat!

Manchmal dauerts - aber bisher hat noch alles Früchte getragen (und Nerven gekostet ;D)

Viel Erfolg!!

lavitadream hat gesagt…

bei uns würde das garnicht geben.
unsere einrichtungen werden alle 2 jahre überprüft.
ich würde die stadt und den träger einfach, als besorgte mutter, anschreiben.
für die presse wäre das auch sicher gutes futter, damit sich auch wirklich was regt.
xoxo andy

kunterbunteshaus hat gesagt…

hallo anja!

unsere 2 sind in einem katholischen kindergarten. dort wird im nächsten jahr aus gründen des brandschutzes so viel umgebaut dass es an "kleinigkeiten" fehlt wie einer sonnenmarkise. für "sowas" hat dann die diözese (schreibt man das so???) kein geld mehr. es werden in jeden raum eine zweite fluchtmöglichkeit gebaut-obwohl da schon fenster drin sind-aber diese sind dann teilweise in 1,50 höhe. meiner meinung nach ginge das...

wie du siehst ist hier bei uns das krasse gegenteil!
frag doch die kiga-leitung, die wird sicher wissen wer in der gemeinde dafür verantwortlich ist!
viel glück und erfolg conny

die.waschkueche hat gesagt…

Berufsgenossenschaft, Gewerbeaufsicht, Presse, Stadtrat.

Nicht mit Schmidtchen reden, sondern immer gleich Schmidt verlangen! Will sagen nicht den Sachbearbeiter sondern gleich den obersten Amtsleiter ansprechen. Da geht dann meistens mehr.

Alte Marketingregel.

Ich bin erstaunt. In die Unternhemen kommt regelmässig die BG und das Gewerbeaufsichtsamt und ziehen sich an einem 3 Monate überfälligen Feuerlöscher und schlechter Arbeitsplatzbeleuchtung hoch oder fehlenden Sicherheitsschuhen und DA passiert nichts.

Bananenrepublik.

Beste Grüsse Doris

Emma hat gesagt…

Liebe Anja, auch wir betreuen in unserer EKI im oberen Stock kinder..daher ist ein 2. Fluchtweg unerlässig...wir haben eine Feuerrutsche.. (die ist aber erst für Kinder ab 3) für Kinder unter 3 müssen wir jetzt auch eine Außentreppe bauen..(damit man mit Kindern auf dem Arm auch sicher runter kommt)...dass ist zumindest in der LHM so... aber schau mal oder ruf mal bei der Lokalbaukommision (also Bauamt nach!) also bei Brandschutzbestimmungen sind die eigentlich nicht locker... wenn die nicht erfüllt werden, kann der Kiga geschlossen werden...bei Fragen ruf an...ggvlg emma

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