Dienstag, 2. Februar 2010

Ich hab da mal eine Frage...



...kennt sich jemand mit Kuhmilcheiweiß-Überempfindlichkeit aus?


Ich war gestern mit dem Amselkind bei einem Spezialisten...er hat die Erklärung dafür gefunden, warum die Kleine nachts so unruhig ist und sich am Köpfchen kratzt.

Ich bin ja immer noch eine Still-Mama und die Umstellung betrifft mich genauso (kein Kuh-Käse...*sniff*...keine Schokolade...*kreisch*)

Ich fände es toll, wenn es ein paar *Insider*-Tipps gibt...dann bitte her damit! :0)



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Edit: der Teaser von heute ist tatsächlich fertiggeworden...muß gleich mal Fotos sichten
(wenn Madame mich läßt)



Kommentare:

KerRie hat gesagt…

Liebe Anja, ich kenne mich etwas damit aus. Ich betreue ja auch Kinder mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
Du kannst mich gern anmailen oder wenn Du meine Telnr. noch hast auch gern anrufen.
Meist werden Ziegen und Schafmilchprodukte gut vertragen. Soja, Mandelmilch sind eine Alternative. Es gibt eine Menge "Ersatzprodukte".
Du stillst noch voll??? Oder gibst Du Deiner Kleinen schon Milchprodukte???? Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sie vom Stillen eine Unverträglichkeit über Dich bekommt. Erkundige Dich mal bei LaLeche. die kennen sich viel besser damit aus. Melde Dich ruhig. Wenn´s dann so ist sind die versteckten Milcheiweiße gefährlicher. Du ahnst gar nicht wo überall Milch drin ist. Aber ich drücke die Daumen dass das nur eine Vermutung des Arztes ist und sich nicht bestätigt.
LG Kerstin

feinesstoeffchen hat gesagt…

Uiuiui, heftig, aber gut, dass ihr wisst, was los ist. Dann kann man gezielt dagegen angehen. Tipps kann ich da keine geben :(

Danke nochmal für Deinen lieben Kommentar, ich bin immer noch total fertig - zu sehr zum Trauern kommen wir nicht, weil Mia nach einem Kinderzimmerschaukelunfall einen wehen Fuß hat und nicht laufen kann :(

GLG, Kati

LinVins hat gesagt…

Unsere Große hat ja eine andere Unverträglichkeit, aber wir sind Mitglied in der Deutschen Zöliakiegesellschaft und haben spezielle Listen, in den auch (!) Laktose gekennzeichnet ist. Ich meld mich mal. Es ist aber eher unwahrscheinlich, dass die Laktose in die Mumi übergeht.

Liebe Grüße
Kirsten

Kerstin hat gesagt…

Hallo!

Mein Sohn, der mittlerweile 22 Monate alt ist, hat auch eine Kuhmilcheiweißallergie. Wir sind da drauf gekommen, als wir ins Krankenhaus gefahren sind, nachdem er Milumil nicht vertragen hat. Die Ärzte haben eine Milcheiweißallergie festgestellt, was auch erklärt hat, dass er von Geburt an immer, wenn ich ihn gestillt habe, ganz arge Bauchschmerzen gehabt hat und Durchfall. Als ich dann selber auf Milcheiweiß verzichtet habe, ging das weg.

Er hat diese Allergie jetzt immer noch, aber sie ist schon etwas schwächer geworden. Sie wächst sich im Allgemeinen bis zum Alter von 6 Jahren aus.

Schafskäse verträgt er, Sojamilch auch, gekochte Milch verträgt er besser als "rohe". Wenig verträgt er besser als viel... Ich habe immer Cetirizinsaft greifbar, denn manchmal falle ich auch noch auf versteckte Milcheiweiße herein. Inzwischen habe ich abgestillt, deswegen muss ich nicht mehr verzichten. Verzichten war sehr schwer für mich, weil ich Schokolade, Käse und Milchkaffee liebe und keine Lust hatte, auf Ersatzprodukte umzusteigen (bis auf s.u.).

Man gewöhnt sich daran. Kopf hoch! Ihr schafft das. Beschränke Dich, was Käse angeht, auf Schafs- und Ziegenkäse. Für den Milchkaffee kann ich Hafersahne sehr empfehlen (gibt's im Bioladen), und von Lindt gibt es dunkle Schokolade ohne Milch, die tatsächlich sogar schmeckt. Und es ist ja nicht für immer, denn wenn Du abgestillt hast, kannst Du wieder alles essen. Und irgendwann gewöhnt man sich auch daran, in den Kochoptionen eingeschränkt zu sein. Und irgendwann wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit besser werden!

Wenn Du weitere Fragen hast, stell sie nur, ich helfe gern!

rülli hat gesagt…

Also ich glaube voll stillst du nicht mehr, oder? Meine Tochter (heute drei) hatte im Alter von 12 Monaten auch irgendeine Unverträglichkeit, es ist äußerst schwer herauszufinden, auf was die Kinder genau reagieren. Ich bin damals konsequent wieder zur Anfangs-Babyernährung (Pastinaken oder anderes Gemüse, Kartoffeln, Reis und sonst außer Butter oder Rapsöl nichts), in dem Alter geht das noch ganz gut. Promt war die Reaktion weg (die Unverträglichkeit äußerte sich bei ihr in einer Nesselsucht). Nach einigen Wochen (vielleicht waren es auch drei Monate, weiß ich leider nicht mehr so genau) habe ich langsam wieder mit Milchprodukten (erst Käse, dann Frischkäse, Quark und Joghurt, zum Schluss dann auch wieder Kuhmilch, alles in kleinen langsam steigernden Dosen) und anderem Getreide außer Reis begonnen. Es kam dann auch keine Reaktion mehr. Oft verschwindet eine Unverträglichkeit nach einiger Zeit wieder, wenn man dem Körper "Ruhe" gönnt und das Kind größer wird. Ich habe auch gehört, dass eine "Übertragung" über die Muttermilch äußerst selten der Fall ist. Bin aber natürlich keine Expertin. Schau mal im www bei den Verbraucherzentralen der Bundesländer nach, da gibt es oft gute Broschüren zum Thema Kinderernährung, sicher auch bei Überempfindlichkeiten. LaLecheLiga wurde ja schon genannt. Viel Erfolg und liebe Grüpße Steffi

Kerstin hat gesagt…

Nachtrag: Kuhmilcheiweiß ist NICHT Laktose! Laktose ist Milchzucker und folglich ein Kohlehydrat, ich denke nicht, dass er in die Muttermilch übergeht. Milcheiweiß aber schon, und so kann die eigene Muttermilch für das Kind unverträglich werden. Nicht so unverträglich wie das direkte Milcheiweiß, aber unverträglich genug, um Bauchschmerzen und Durchfall auszulösen.

Glückskind hat gesagt…

Jupp, das kenn ich. Ich hab ein Neurodermitis-Kind mit Allergien auf Milcheiweiß, Ei und Weizen. Ich glaub, Du willst nicht wissen, wie ich mich in der Stillzeit gefühlt habe.
Also, Milcheiweiß allein ist kein Problem, Du mußt nur in der Regel auf fertige Süßspeisen und Kuchen für das Kind verzichten. Und für Dich auch, solange Du noch stillst. Meine persönliche Erfahrung. Leider.
Ersatz gibt es viel, was mir in der Liste von Kerstin noch fehlt, ist Reismilch, die ist unser ein und alles. Mit Calciumzusatz, damit es daran nicht mangelt. Als ich abgestillt habe, sind wir voll darauf umgestiegen. Zum Kochen gibt es Sojacreme statt Sahne (wobei Sahne möglicherweise geht, ebenso wie Butter, weil da wenig bis kein Milcheiweiß drin ist. Sowas muß man aber probieren).

Bei uns geht Ziegenkäse besser als Schafskäse, aber Schafjoghurt besser als Ziegenjoghurt, übrigens.

Das ist schon ne merkwürdige Sache mit diesen Unverträglichkeiten. Aber es ist weniger schlimm als es sich im ersten Moment anfühlt. Im ersten Moment ist es ganz fies, daran erinnere ich mich noch gut. Wenn man es dann im Griff hat, hat es aber auch so seine Vorteile. Zum Beispiel kommt die Quengelware an der Supermarktkasse nicht für das Kind in Frage... :D Bei uns heißt es dann: "das kannst Du nicht essen, das ist Kratzschokolade" - gut ist. Ehrlich. Ich weiß noch gar nicht, wie ich das mit Nummer 2 machen soll... ;)

Also, lass Dich nicht entmutigen, Du schaffst das.

Liebe Grüße,
Juliane

zwergwerk2000 hat gesagt…

Kann nur von meiner Freundin und deren Sohn berichten.
Er hatte schon im Säuglingsalter eine extreme Milcheiweißunverträglichkeit! Diese begann schon während der Stillzeit, da die Mama ja auch Milchprodukte verzehrte...und das Kind hatte extreme Unruhe und ständige Bauchkrämpfe, die sogar einige Entwicklungsverzögerungen nach sich zogen...Das alles stellte nach 8 Monaten Stillen ein homöopathisch arbeitender Arzt fest...
Von da an bekam das Kind Sojamilch, welche sehr gut vertragen wurde, er schlief durch und er entwickelte sich altersgemäß.
Auch war es für ihn nicht schlimm, bestimmte Sachen nicht essen zu dürfen, obwohl das ziemlich viele sind, wenn man mal genauer überlegt...
Die Eltern und auch wir Freunde stellten uns darauf ein, bestimmte Dinge zu vermeiden, wenn er bei und war bzw. es wurden milchfreie Kuchen, Muffins, Soßen gemacht. Als kleines Mitbringsel bekam er immer eine Mango, Papaya o.ä. Denn nicht nur Schokolade,Kaubonbons u.
bestimmte Fleischsorten mit hohem Milcheiweißgehalt waren tabu.
Aber es hat sich gelohnt, denn im Alter von 5/6 Jahren hatte sich die Allergie "verwachsen" und er darf nun alles essen...,seine liebste Nachspeise ist aber nach wie vor Obstsalat!

Wünsche euch, dass ihr das gut hinbekommt und sende ganz herzliche Grüße
Peggy

kunterbunteshaus hat gesagt…

hallo anja!

ich kenn mich da schon einigermassen aus. koche ja für "solche" patienten (u.a.).
erstmal ein schreck, klar. aber bedenke deine maus ist noch unter 1 jahr-oder? das kann sich auswachsen. stilltechnisch solltest du keine probleme bekommen (bist ja keine kuh)
ersatzbabybrei gibt es (ich glaub sinlac)
und du hast wirklich jede menge alternativen. ziegenmilch/käse, sojasachen, sogar spezielle schokolade gibts im reformhaus!
wenn auf den produkten "lactosefrei" drauf steht bitte aufpassen: lactose ist der milchzucker, deine kleine hats mit dem milcheiweiss?! also lactosefreie kuhmilch bitte nicht!
und auch bei fertigen sachen aufpassen und genau lesen! milcheiweiss ist in wahnsinnig vielen sachen drin.

lg conny
wenn du offene fragen hast meld dich bitte gern. vielleicht klappt ja dass ich am 20. zum nähtreff komm (falls eine ausfällt-ich bin die nachrutscherin) dann können wir persönlich schwatzen ;-)

LinVins hat gesagt…

Stimmt, Laktose ist der Milchzucker, da war ich falsch. Ich hoffe, dass dir der verzicht nicht allzu schwer fällt. Es ist ja eine überblickbare Zeitspanne, wichtig ist, dass es euch beiden gut geht!

Liebe Grüße
Kirsten

Angel-Isis hat gesagt…

Unser Sohn hatte als Baby Neurodermitis und vertrug keine Milch. Wir haben es konsequent durchgezogen und erst mal auf alles verzichtet, wo Milch drin war. Das war eine sehr lehrreiche Zeit, denn ich hätte nie vermutet, wo überall Milch drin versteckt sein kann, z.B. in Ketchup, Wurst und auch in Kosmetik. Aber es lohnt sich! Es ist wunderbar, wenn so ein kleiner Wurm endlich durchschläft, weil er nicht von Bauchschmerzen und juckender Haut geplagt wird.
Wenn du keine Sojamilch magst, versuche mal Reis- oder Hafermilch. Reismilch schmeckt leicht süß. Wenn du zu zufüttern mußt, probiere Ziegenmilch oder Mandelmilch.
Ich habe damals Tagebuch geführt und alles aufgeschrieben, so konnte ich nachvollziehen, was nicht vertragen wurde.
Nachdem er über ein halbes Jahr beschwerdefrei war, haben wir dann langsam mit Milchprodukten angefangen und er hat sie vertragen.

Ihr schafft das! Ich wünsche euch alles Gute und wenn du Fragen hast, kannst du mir gerne mailen (addy ganz unten auf meinem Blog).

LG
Angel

Puppenkisterl hat gesagt…

Ich wollt Dir nur kurz sagen: mein Großer hat nächtelang durchgebrüllt, bis ich geschnallt habe, dass es daran liegt, dass ich Kuhmilch trinke, Käse esse etc.... es war eine reine katastrophe. Das Weglassen der Lebensmittel hat es dann deutlichst verbessert.

Mit etwa einem Jahr hat er dann angefangen etwas mehr zu essen und nicht nur mehr zu stillen(Gluten hat er nämlich auch nicht vertragen, also mussten die auch vom Babyspeiseplan) - er hat dann auch Milch/Joghurt etc. gegessen und ab da ging es dann ohne Probleme, vor denen ich wirklich Angst gehabt hatte.

Also NOCH ist nicht Hopfen und Malz verloren ;)

Lg, Karin!

schokoli hat gesagt…

ich habe neurodermitis seit baby. habe aber vor 12 jahren selber rausgefunden, dass ich am besten auf alles was aus milch besteht verzichte.

also kein brot das mit milch gebacken ist, keine süßigkeiten wo auch nur der kleine nebensatz "kann spuren von nüssen, milch etc. enthalten" draufsteht.

es geht nicht mal kloß mit soße in einer wirtschaft, weil oft bei soßen soßenbinder verwendet wird und da ist milchpulver drinnen.....

wenn es neurodermitis ist dann ist ganz oft die kuhmilch auslöser. ich komme ganz gut mit sojamilch, sojakäse und so zeugs gut zurecht.

wenn ziegen/schafsmilch essen würde, würde ich auch gleich wieder meine ausschläge bekommen.

bei lactoseunverträglichkeit habe ich jetzt auch schon gehört das sich dann in den ersten lebensjahren wieder gibt.

viel glück der kleinen maus, ich weiß wie ich mich als kind gefühlt habe wenn mich kein kind an der hand anfassen wollte oder ich mich die ganze nacht gekratzt habe.....

liebe grüße
claudia

Kleiner Kürbis hat gesagt…

Hallo Anja,
da die Amsel nur gestillt wird und (wohl) keine Milchbreie oder andere Produkte in denen Kuhmilch enthalten ist bekommt (sie ist ja auch noch unter 1 jahr alt) kann ich mir nicht vorstellen voher die Kuhmilchunverträglichkeit kommt. Denn deshalb stillt man ja Kinder, da die Muttermilch eben nicht die Zusammensetzung wie Kuhmilch hat, somit besser vertragen und verdaut wird.
Kuhmilchbestandteile gehen nicht in deine Muttermilch über! Sonst hätten Neugeborene schon Bauchweh, da denen noch Emzyme zu Aufspaltung der einzelnen Bestandteile der Milch fehlen.

Schöne Grüße,

Carolin

Kerstin hat gesagt…

Ich muss Kleiner Kürbis leider widersprechen. Kuhmilcheiweiß geht durchaus in die Muttermilch über, aber nicht in seiner reinen Form, sondern es wird aufgebrochen/gespalten, eben damit die kleinen Neugeborenen es verdauen können. Bei Kindern mit einer Kuhmilcheiweißallergie sind aber selbst diese aufgespaltenen Kuhmilcheiweiße noch so unverträglich, dass sie mit Bauchweh darauf reagieren.

Es gibt nur sehr wenige Milchnahrungen, bei denen das Milcheiweiß darin soweit gespalten ist, dass solche Kinder es vertragen. SinLac ist eins davon, weitere kann Dir sicher auch der Kinderarzt empfehlen. Da mein Sohn aber nichts davon mochte, sind wir nach dem Abstillen auf Getreidebreie aus dem Bioladen umgestiegen, die wir mit Wasser statt mit Milch angerührt und etwas püriertes Obst untergemischt haben.

Kerstin hat gesagt…

Argh, muss mich schon wieder korrigieren: SinLac arbeitet natürlich nicht mit gespalteten Eiweißen, sondern mit Johannisbrotkernmehl, wenn ich mich nicht irre. Die Nahrung mit den total aufgespalteten Eiweißen heißt Neocate infant, das gibt's nur in der Apotheke und es schmeckt furchtbar. ;) Aber die Krankenkassen übernehmen es (ist nämlich teuer), wenn der Arzt es verschreibt.

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